Sa 25.08.2018, 17:30  ANFAHRT Zelt bei den Berger Sprudlern  Freier Eintritt  
Wendy McNeill

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Folk Noir
37. Lab-Festival
LAB-Festival
Wendy McNeill, aus den Prärien Kanadas stammend und mittlerweile in Schweden daheim, ist fasziniert von Außenseitern, seltsamen Vögeln und gescheiterten Helden. Zahlreich tauchen diese Gestalten in ihren Songs auf, die mit Vorliebe schräge Geschichten erzählen. Der Folk Noir ihrer bislang sechs Alben, mit Gitarre, Akkordeon und Loops eingespielt, entführt den Hörer in jenen Grenzbereich zwischen Fiktion und märchenhafter Realität, wo Wölfe ihre Gestalt wechseln, Städte Tränen vergießen und hoffnungslos romantische Schlangen und rastlose Kaninchen wohnen. Sie alle sind Teil wundersamer Geschichten über Einsamkeit, Hoffnung, Liebe, Versuchung und allerlei Verbrechen aus Leidenschaft.

Wendy McNeills Begeisterung für Musik entstand bereits in ihrer Kindheit. Damals hörte sie sich stundenlang die Duettalben von Dolly Parton und Porter Wagoner an oder spielte zu ABBA-Songs im „Wonder Woman”-Kostüm auf ihrer Luftgitarre und träumte von der großen Karriere als Superheldin oder Popstar. An der Kunsthochschule experimentierte sie mit zeitgenössischem Tanz, Fotografie und natürlich Musik.

1997 gewann McNeill einen Songwriting-Wettbewerb und erhielt so die Möglichkeit, ihr erstes Album „To Whom It May Concern” einzuspielen und am Edmonton Folk Music Festival aufzutreten. Kritiker lobten ihren ungewöhnlichen Stil und lobten sie als „talentierte Newcomerin” und „faszinierende Künstlerin”. 2001 traf McNeill auf einen frankokanadischen Akkordeonisten und verliebte sich prompt in dessen Instrument. Fortan gehörte das Akkordeon neben der Gitarre und allerlei elektronischen Gerätschaften zum festen Bestandteil in Wendys Musik. Diese Kombination, über Jahre hinweg perfektioniert, lässt Kritiker ins Schwärmen kommen.

Die Musik von Wendy McNeill ist eine tollkühne Mischung aus dunkler Volksmusik, französischem Chanson und tragischem Kabarett. Mit ihrem Akkordeon ausgestattet, beschwört sie mitunter Bilder von einem alten Paris herauf, die so nostalgisch anmuten wie ein Schwarz-Weiß-Film von Truffaut. Obwohl manchmal ein angetrunkener Tom Waits durchblickt und auch die Brecht/Weill-Schule Spuren hinterlassen hat, bleibt McNeill eigenwillig und unverkennbar. Sie richtet sich nicht bequem ein in Klischees, sondern nutzt diverse musikalische Traditionen für Nummern voller unerwarteter Wendungen. Hinter alkoholgeschwängerten Polka-Rhythmen, zu denen sich wunderbar krumm tanzen lässt, lauern rabenschwarze Geschichten, vorgetragen mit einer Stimme, die ebenso melodiös wie rau sein kann.

„Jedes Festival hält eine Entdeckung bereit, und für mich war das Wendy McNeill, eine Musikerin aus Edmonton, deren kantige Songs mit Akkordeon und Gitarre einem wie Depeschen eines Post-Rock-Kabaretts vorkommen.” (The Globe and Mail)

„Hingehen, hören, seufzen und staunen.” (Loop)

Wendy McNeill – Gesang, Akkordeon, Gitarre
N.N. – Kontrabass, Gesang
 
http://www.wendymcneill.com 

http://soundcloud.com/wendymcneill   

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